Allergie

Vor Hundert Jahren waren Allergien noch kaum bekannt. Heute leiden ca. 15-20% der Bevölkerung an verschiedenen Allergien. Immer mehr junge Menschen bekommen auch allergische Asthmaanfälle. Ab Februar bis Herbst blühen Birke, Eiche, Ahorn, Nussbäume, Gräser, Ambrosia usw. und die Luft ist voller Blütenstaub. Die Aufgabe dieser mikroskopischen Körnchen ist, anderen Pflanzen zu bestäuben. Aber bedauerlicherweise können sie beim Menschen auch Allergien auslösen, die bekannteste unter ihnen ist der Heuschnupfen. 

Blütenstauballergie ist natürlich nicht die einzige Allergie die man bekommen kann, man kann ebenso auf Lebensmittel, Tierfelle, Pilze, Staubmilben, Federn, chemische Stoffe, Medikamente oder auf Insektengift allergisch reagieren. Stoffe, die diese pathologische Immunreaktion verursachen, nennt man Allergene. Bei allergischen Reaktionen reagiert das menschliche Immunsystem auf bereits geringste Mengen eines Allergens mit einer überschießenden Allergen-Antikörper-Reaktion, so dass Histamin freigesetzt wird. Dies kann heftige Entzündungsreaktionen der Schleimhäute verursachen, beim Heuschnupfen beispielsweise der Schleimhäute der Augen und der oberen Atemwege, beim allergischen Asthma bronchiale dagegen der unteren Atemwege der Lunge.

Wenn das Allergen (Haustaub, Milbe, Tierfell, Feder) in unserer Umgebung im ganzen Jahr vorhanden ist, haben wir ständig erkältungsartige Beschwerden wie zum Beispiel Naselaufen, verstopfte Nase, Niesen, Kratzen im Hals, Bindehautentzündung der Augen. Für derlei Beschwerden kann auch der Blütenstaub von Frühling bis Herbst verantwortlich sein. Wenn die Symptome jedes Jahr im gleichen Monat wieder aufreten, kann man von einer sogenannten saisonalen Allergie, dem Heuschnupfen, ausgehen.

Wenn die Symptome sich dagegen meistens in der Nacht oder den frühen Morgenstunden mit trockenem Husten melden, ist dies ein Zeichen für asthmatische Beschwerden. Bei Asthma wird das Atmen schwer, möglicherweise giemend oder pfeifend. Asthma ist eine der ernsthaftesten Arten  allergischer Erkrankungen. 

Die Lebensmittelallergie zeigt sich typischerweise nach dem Essen. Es ist aber oft nicht einfach die Allergene zu finden oder auch eine allergische Ursache überhaupt zu beweisen. Manche Lebensmittel wie Eier oder Nüsse, aber auch verschienste Obstsorten verursachen sehr oft allergische Reaktionen. Davon sind nicht-allergische Lebensmittelunverträglichkeiten zu unterscheiden. Die häufigste und bekannteste ist die Laktoseintoleranz, die sehr häufig bei der Bevölkerung nicht-europäischer Abstammung vorkommt.

Mit Hauttests kann man am leichtesten Allergien feststellen. Wer die o. g. Symptome an sich feststellt, sollte dringend einen Arzt aufsuchen.

 

Weiterführende Links:

www.pollenstiftung.de/

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

http://www.daab.de/

Deutsche Haut- und Allergie-Hilfe e.V.

Dt. Haut- und Allergiehilfe e.V.

 

 

Allergie durch „Ambrosia

 

 

Ambrosia artemisiifolia

Die Ambrosiapollen des Beifußblättrigen Traubenkrauts oder auch der Beifuß-Ambrosie zählen zu den stärksten Allergieauslösern überhaupt. Bereits kleinste Mengen (6 Pollen je Kubikmeter Luft) können zur Allergieauslösung führen. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist über Warentransporte nach Europa gekommen. Mittlerweile wurden in mehreren Gebieten Deutschlands große Ansammlungen dieser Pflanze gefunden. Die Ambrosia-Pflanze verursacht hohe volkswirtschaftliche Schäden im Bereich Gesundheit, Landwirtschaft und Naturschutz. Ob die Pflanze in Deutschland gleich stark als Allergieauslöser wie in den USA wirkt, bleibt abzuwarten bzw. wird dies gerade noch untersucht.

Die Allergie kann zu schweren heuschnupfenartigen Symptomen oder Asthma führen. Deshalb haben viele Allergologen die Pflanze in Ihr Testprogramm aufgenommen. Angeblich werden die Symptome bei Genuss von Wassermelonen oder Tomaten deutlich verstärkt, der wissenschaftliche Nachweis fehlt allerdings noch. Augenreizungen sollten auf keinen Fall mit Kamille behandelt werden, da Kreuzreaktionen mit Kamille bestehen. Problematisch ist die späte Blühzeit der Ambrosia. Erst ab Mitte August blüht die Pflanze und verlängert somit allergisch vorbelasteten Personen die Leidenszeit bis in den Oktober hinein. 

 

Weiterführende Links:

www.pollenstiftung.de/ambrosia/